Annafest
24. Juli 2026 - 3. August 2026
Über dieses Volksfest
Schon beim ersten Gedanken an den schattigen Kellerwald zeigt sich, warum das Annafest 2026 in Forchheim zu den bekanntesten und beliebtesten Volksfesten in Franken zählt. Das Fest verbindet gesellige Bierkultur, gewachsene Tradition und eine offene, unkomplizierte Atmosphäre, die viele Gäste seit Generationen schätzen. Gefeiert wird nicht auf einem einzigen Festplatz, sondern verteilt auf zahlreiche historische Bierkeller unter alten Eichen, was dem Annafest einen deutlich anderen Charakter verleiht als vielen klassischen Volksfesten. Statt dicht gedrängter Zeltreihen prägen Wege durch den Wald, unterschiedliche Keller und wechselnde Stimmungen das Erlebnis. Genau diese Mischung aus Naturkulisse, Brauchtum und lebendigem Festbetrieb macht das Annafest so besonders und sorgt dafür, dass es sowohl für Einheimische als auch für auswärtige Besucher einen hohen Wiedererkennungswert besitzt.
Seine Wurzeln reichen tief in die regionale Geschichte hinein. Der Ursprung des Annafests wird mit der Verehrung der heiligen Anna verbunden, doch als eigentliche Geburtsstunde des heutigen Volksfests gilt die Verlegung eines Schützenfestes in den Kellerwald. Seitdem hat sich das Fest über viele Jahrzehnte zu einem festen Bestandteil des fränkischen Sommers entwickelt, ohne seinen bodenständigen Kern zu verlieren. Gerade diese enge Verbindung von Brauchtum und Alltagskultur ist in Forchheim bis heute spürbar. Der Kellerwald selbst gehört dabei untrennbar zur Identität des Fests. Die in den Hang gegrabenen Lagerkeller erinnern an die alte Brau- und Lagertradition der Stadt, und aus dieser Geschichte heraus erklärt sich auch die besondere Stellung des Bieres beim Annafest. Man sitzt nicht nur zusammen, man trifft sich an einem Ort, der seit langer Zeit von der Braukultur geprägt ist und dessen Charakter weit über das eigentliche Fest hinausreicht.
Besonders prägend ist die Vielfalt an Bieren und Kellern. Zum Annafest schenken zahlreiche Bierkeller unterschiedliche fränkische Sorten aus, darunter auch das eigens eingebraute Annafestbier. Die traditionellen Forchheimer Brauereien Greif, Hebendanz, Eichhorn und Neder stehen dabei besonders im Mittelpunkt, ergänzt durch weitere fränkische Brauereien aus der Umgebung. Dadurch entsteht eine ungewöhnlich große Auswahl, die das Fest auch für Menschen interessant macht, die regionale Bierkultur bewusst entdecken möchten. Kulinarisch passt sich das Angebot diesem Charakter an: Deftige fränkische Klassiker gehören selbstverständlich dazu, ebenso Brotzeiten, Bratwürste, Kesselfleisch und die traditionelle Schlachtschüssel, die rund um das Fest einen festen Platz hat. Dazu kommen süße Spezialitäten und typische Jahrmarktangebote. Trotz der Größe wirkt das Annafest dabei nicht beliebig, sondern erstaunlich eigenständig, weil Essen, Bier und Umgebung eng zusammengehören.