Ayinger Starkbierwochen
6. März 2026 - 29. März 2026
Über dieses Volksfest
Wer die bayerische Starkbierzeit in ruhiger, traditionsbewusster Form erleben möchte, findet mit den Ayinger Starkbierwochen 2026 in Aying eine Veranstaltung, die Genuss, Brauchtum und Dorfkultur auf besonders stimmige Weise verbindet. Im Mittelpunkt steht der Ayinger Celebrator, ein vielfach prämierter Doppelbock, der während der Fastenzeit ausgeschenkt wird und dem Fest seinen unverwechselbaren Charakter gibt. Anders als bei lauten Großveranstaltungen prägt hier eine bodenständige, fast familiäre Atmosphäre das Bild: Holz, Wirtshauskultur, gemeinsames Anstoßen und eine sehr bewusste Pflege oberbayerischer Traditionen. Gerade diese Mischung aus regionaler Identität und gelassener Geselligkeit macht die Starkbierwochen zu einem festen Bestandteil des Festkalenders in Oberbayern.
Eng mit dem Ereignis verbunden ist die Geschichte der Ayinger Braukultur. Die Privatbrauerei geht auf das späte 19. Jahrhundert zurück und wird bis heute als Familienunternehmen geführt, was im Ort an vielen Stellen sichtbar ist. Zur Starkbierzeit zeigt sich diese gewachsene Bierkultur besonders deutlich, weil hier nicht nur ein saisonales Bier ausgeschenkt wird, sondern ein ganzer Brauch lebendig bleibt. Dazu gehört auch die Starkbierrede, die beim Starkbierfest traditionell von Brauereidirektor Helmut Erdmann gehalten wird. Bekannt ist außerdem die Fastenpredigt im Sixthofstadl, die dem Ganzen jene typisch bayerische Mischung aus Humor, Seitenhieb und geselligem Ernst verleiht. So entstehen Ayinger Starkbierwochen, die nicht allein auf Ausschank beruhen, sondern auf einem über Jahre gewachsenen kulturellen Rahmen, der Wirtshaus, Brauerei und Dorfleben eng miteinander verbindet.
Kulinarisch lebt das Fest von genau dem, was viele Besucher an Oberbayern schätzen: ehrliche Küche, saisonale Orientierung und eine enge Verbindung von Bier und Speisen. Im Brauereigasthof und im Bräustüberl wird bayerische Wirtshauskultur gepflegt, die sich nicht mit Effekten in den Vordergrund drängt, sondern mit Qualität und regionaler Handschrift überzeugt. Die Küche orientiert sich am Jahreslauf und an dem, was die Umgebung hergibt. Dadurch passen die Gerichte sehr selbstverständlich zur Starkbierzeit, in der kräftige, traditionelle Speisen besonders gut mit dem malzbetonten Doppelbock harmonieren. Das Zusammenspiel aus dunkler Bierspezialität, klassischer Wirtshausküche und der gediegenen Umgebung schafft eine Form von Festlichkeit, die angenehm unaufgeregt bleibt. Wer Bierkultur nicht nur trinken, sondern auch verstehen möchte, erlebt hier eine glaubwürdige Verbindung aus Brauhandwerk, Gastlichkeit und regionalem Selbstverständnis.