St. Hermann Kirwa Bischofsmais (Nachkirchweih)
August 24, 2026 - August 24, 2026
About this festival
23.08
ab 17 Uhr: Feierlicher Vorkirchweih-Gottesdienst
Gemütliches Beisammensein mit Volksmusik am Abend
24.08
ab 6:30 Uhr: Wallfahrt zur Degenhardkapelle
ab 8 Uhr: Großer Jahr- und Warenmarkt
ab 7:30 Uhr: Frühmesse in der Wallfahrtskirche
ab 9 Uhr: Festgottesdienst mit erlesener Kirchenmusik
ab 10:15 Uhr: Wallfahrtsgottesdienst
ab 14 Uhr: Feierliche Schlussandacht
Im Herzen des Bayerischen Waldes blickt die St. Hermann Kirwa Bischofsmais (Nachkirchweih) 2026 auf eine jahrhundertelange Geschichte zurück, die religiöse Andacht und traditionsreiche Festkultur miteinander verbindet. Der Ursprung dieser überregional bekannten Wallfahrt liegt im Jahr 1322, als der aus Heidelberg stammende Laienbruder Hermann eine hölzerne Klause und eine Kapelle in der Waldeinsamkeit errichtete. Nach seinem Fortgang entwickelte sich der Ort schnell zu einer vielbesuchten Pilgerstätte für Hilfesuchende. Heute besteht das geschichtsträchtige Ensemble aus drei architektonischen Bauwerken: der Einsiedelei-Kapelle mit zahlreichen historischen Votivgaben, der barocken Wallfahrtskirche aus dem 17. Jahrhundert und der Brunnenkapelle. Letztere birgt eine als heilbringend verehrte Quelle, deren Wasser von den Pilgern traditionell getrunken oder zur Linderung von Beschwerden genutzt wird. Die Nachkirchweih am Bartholomäustag bildet neben der ersten Kirchweih am Laurentiustag den jährlichen Höhepunkt des Wallfahrtswesens im Bischofsmaiser Winkel.
Ein fester Bestandteil dieses Festtages ist die frühmorgendliche Wallfahrt zur Degenhardkapelle, die an der Pfarrkirche im Ortskern ihren Anfang nimmt. Die Pilger wandern gemeinsam auf dem landschaftlich reizvollen Pfad hinauf zur historischen Kapelle, die dem Eremiten Degenhard gewidmet ist, einem Schüler des seligen Otto. Nach einer kurzen Rast führt der Weg wieder hinab zur Wallfahrtsstätte St. Hermann, wo die Gläubigen am feierlichen Festgottesdienst teilnehmen. Neben der geistlichen Einkehr ist die Wallfahrt reich an historischen Bräuchen. Bekannt ist das historische Brauchtum des „Hirmon-Hopsens“, bei dem heiratswillige junge Leute eine schwere, aus Buchsbaumholz geschnitzte Hermannsfigur anhoben. Nickte der damals bewegliche Kopf der Figur beim Anheben, galt dies als verheißungsvolles Zeichen, dass der Wunsch in Erfüllung gehen würde. Auch wenn der Kopf der Figur bereits im Jahr 1875 festgeleimt wurde, zeugen heute Hunderte von hölzernen Armen und Beinen in der Einsiedelei-Kapelle vom tiefen Vertrauen der Menschen in die Fürsprache des Schutzpatrons.